5 Min.

Nachhaltige Fondszuflüsse haben gerade eine Marke überschritten.

Hubert Abt, CEO and Founder of Workcloud24, smiling while seated in a blue chair, wearing glasses and a dark suit.

Hubert Abt - Gründer & CEO

ESG wird bald zu einem zentralen Bestandteil

ESG-Faktoren und die daraus resultierenden gesetzlichen Regelungen haben für die Immobilienbranche erheblich an Bedeutung gewonnen. Denn sie wirken sich mittlerweile auf den gesamten Lebenszyklus einer Immobilie aus – von der Finanzierung und Planung über die Realisierung, den Bau, die Nutzung bis hin zur Entsorgung.

Das Risiko, dass eine Immobilie durch die Nichteinhaltung von Nachhaltigkeitskriterien an Wert verliert oder gar zu einem gestrandeten Vermögenswert (Stranded Asset) wird, ist daher für alle Akteure der Immobilienwirtschaft ein Thema. Um dem vorzubeugen, gilt es, die gesetzlichen Vorgaben und die weiteren Entwicklungen im Auge zu behalten und rechtzeitig aktiv zu werden.

Nachhaltigkeit bei Immobilieninvestitionen

Die europäische Offenlegungsverordnung und die Taxonomie-Verordnung enthalten die Verpflichtung zur Offenlegung von Nachhaltigkeitszielen, Kriterien für deren Erreichung und Angaben zur Zielerreichung. Ab dem 1. Januar 2023 gelten die technischen Regulierungsstandards zur Offenlegungsverordnung, die den konkreten Inhalt, die anzuwendende Methodik und die Art der Darstellung der offenzulegenden Informationen festlegen. Die Taxonomie-Verordnung definiert, wann eine Wirtschaftstätigkeit ökologisch nachhaltig ist. Die Taxonomie-Konformität einer Immobilie kann anhand der technischen Bewertungskriterien der delegierten Rechtsakte zur Taxonomie-Verordnung beurteilt werden. Auch wenn sich die Offenlegungsverordnung und die Taxonomie-Verordnung zunächst nur an bestimmte Finanzmarktteilnehmer und Unternehmen richten, wirken sich die von ihnen standardisierten Pflichten bereits jetzt zumindest indirekt auf die gesamte Immobilienbranche aus: Immobilien, die diesen Kriterien nicht entsprechen, lassen sich nur sehr schwer finanzieren und werden, zumindest auch als Folge davon, mittel- bis langfristig am Markt weniger nachgefragt werden; dies dürfte sich negativ auf die Wertentwicklung auswirken.

Verschärfung der EU-Richtlinien für einen klimaneutralen Gebäudebestand

Das Europäische Klimagesetz hat das Erreichen des EU-Klimaziels, die Emissionen in der EU bis 2030 um mindestens 55 % (gegenüber dem Stand von 1990) zu senken, gesetzlich verankert. Um dies und die Klimaneutralität der EU bis 2050 zu erreichen, sieht das Paket „Fit für 55“ unter anderem eine Aktualisierung und Verschärfung der Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden vor.

Im Oktober 2022 hat der Rat eine Einigung über strengere Anforderungen an die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden und die Überarbeitung der Richtlinie erzielt. Demnach sollen alle neuen Gebäude bis spätestens 2030 Nullmissionsgebäude sein – für neue Gebäude in öffentlicher Hand gilt dies bis 2028. Bestehende Gebäude sollen bis 2050 zu Nullemissionsgebäuden umgebaut werden.

Die vorgeschlagenen Änderungen müssen noch im Europäischen Parlament verhandelt und nach einer europäischen Einigung national umgesetzt werden. Klar ist aber bereits jetzt, dass strengere Anforderungen an Nachhaltigkeitskriterien im Bausektor kommen werden, die bei Planung, Realisierung und Bau berücksichtigt werden müssen.



Laufende Gesetzgebungstätigkeit

Schon jetzt zeichnet sich ab, dass sowohl die EU als auch der nationale Gesetzgeber bestehende Gesetze weiter verschärfen werden. Soweit die jährlichen Ziele zur Erreichung von Net Zero in der Immobilienwirtschaft nicht erreicht werden, wird der Gesetzgeber versuchen, mit neuen gesetzlichen Maßnahmen gegenzusteuern. Die Immobilienbranche wird sich daher in den kommenden Jahren auf sich ständig ändernde Rahmenbedingungen einstellen müssen.

Quelle: ESG in der Immobilienwirtschaft - quo vadis? (cms.law)

Bereit, loszulegen?

Schluss mit Schätzungen. Starten Sie mit messbaren Ergebnissen. Buchen Sie ein direktes Strategiegespräch mit uns und erfahren Sie, wie viel operative Einsparung, CO₂-Reduktion und Wertsteigerungspotenzial in Ihrem Gebäude oder Portfolio verborgen ist. Wir zeigen Ihnen, wie verifizierte Gebäudedaten zu einem messbaren Hebel für NOI, Bewertung und Finanzierung werden. Finden Sie heraus, wie viel Wert in Ihrem Betrieb steckt.